Stasi-Hagen, Doping-Ulle und die GEZ-Drücker
Anfang des Jahres wollte der ARD-Sportkoordinator Hagen IM Bossdorf noch NDR-Sportchef werden. Doch dann kamen Zweifel auf, ob er nicht seine Westkontakte eins zu eins weiter getragen hatte, bis sie in der Normannenstrasse landete.
Dabei hatte Bossdorf schon in bester Staatsmanier ein Projekt zur Sache des gebührenfinanzierten Senders unter staatlicher Kontrolle gemacht: Den Radsport und den Erfolg des ebenfalls mehrheitlich staatlichen Teams Telekom, das heute unter dem Titel der Mobilfunktochter T-Mobile fungierte. Schon dieses Sponsoring hatte einen negativen Beigeschmack, wie die Tatsache, dass der Moderator Boßdorf gleichzeitig für interne Events des Staatsmonopolisten auftrat, gegen Honorar, versteht sich.
Aufgrund seiner schlechten Geschäftsbeziehungen zur Tour-Mannschaft war es dringend geboten, auch mit dem Star der Mannschaft, Jan Doping Ullrich ein gesondertes Vertrauensverhältnis aufzubauen. Und das geht am besten mit dem Scheckbuch. Zumal der ja gegen den Chemo-gestählten Lance Armstrong offensichtlich zunehmend auf synthetische Hilfe zurückgreifen wollte, was zusätzliche Kosten verursachte.
195.000 war es der ARD wert, dass Ulrich ab und ann nach Etappen- oder Rennsieg in ein ARD-Mikro spricht - je höher die Position, je höher auch das entsprechende Honorar. Unglaublich. 195.000 Euro aus Gebührengeldern, Zwangskopfpauschalen, die die Bürger zu entrichten haben, selbst wenn sie sich nicht für Jan Ulrich, die Telekom oder die Tour de France interessieren.
Dazu kommt: Die Kumpanei der ARD mit Team und Kapitän brachte die öffentlich-rechtlichen doch zwangsweise in einen Interessenkonflikt. Würde man über die mangelnde Leistung, das Doping oder andere negative Vorkommnisse berichten, wäre das Honorar wertlos.
In den öffentlich-rechtlichen Medien haben alle Kontrollmechanismen versagt.
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